HP LaserJet 1100 will nicht mit CUPS

  • Ein HP LaserJet 1100 hängt an einem PC, der mit einer Dual-Parallelport-PCI-Karte ausgestattet ist. Unter Windows 7 pro SP1 64-Bit funktioniert der Drucker, nachdem Windows dafür ein Update gezogen hat.
    Unter CUPS 1.5.4 (auf Slackware64-14.1) druckt er nicht. Im Webinterface behauptet CUPS nach dem "Drucken" einer Testseite, das der Druckauftrag korrekt abgewickelt worden, aber aus dem Drucker komtm einfach kein Ausdruck.

    Mit ähnlicher Hardware (HP LaserJet 6L an Parallelport-PCI-Karte) und gleicher Software treten diese Probleme nicht auf. Da kommt unter Linux lediglich beim Drucken der 1. Seite nach dem Rechnerstart "disabling IRQ xx" (xx= IRQ des Parallelports).

    Bevor jetzt jemand das Alter dieser Drucker anführt: Die sollen noch "verbraucht werden", also so lange genutzt werden, bis der Toner (LaserJet 1100 noch eine Ersatzkartusche vorhanden, LaserJet 6L Kartusche noch fast voll) alle ist oder der Drucker kaputt geht.

  • Schau mal ob es mehrere Treibervariationen (Foomatic, Gutenprint etc) im Repo deiner Distri gibt und probiere die nacheinander aus. Ich hatte das bei manchen Druckern schon, dass mal der eine und mal der andere ging.


  • Schau mal ob es mehrere Treibervariationen (Foomatic, Gutenprint etc) im Repo deiner Distri gibt und probiere die nacheinander aus. Ich hatte das bei manchen Druckern schon, dass mal der eine und mal der andere ging.

    hplip und Gutenprint funktionieren beide nicht.



    aber warum eine parallel karte, statt nen guten alten externen jetdirect printserver?

    Parallelport-PCI-Karten sind in beiden Fällen in den PCs drin, Printserver sind nicht vorhanden und dafür soll auch kein Geld mehr ausgegeben werden.

  • Mein LaserJet will erstmal ne Firmware. Hab zwar für den hier auf die Schnelle nix gefunden, aber evtl unter Windows einfach mal Port monitoren und schauen was alles so bei rumkommt.

    PGP-Key E384 009D 3B54 DCD3 21BF  9532 95EE 94A4 3258 3DB1 | S/MIME-Key 0x1A33706DAD44DA
    G d-@ s+:- a--- C+++ UB+L++ P--- L++@ E-@>++ W+ N o? K? w>++ !O !M !V PS+++ PE-- Y+>++ PGP++>+++ !t 5? X? !R tv b+++>++++ DI !D G>+ e>+++ h !r>++ !z
    „Die Aachener gelten als Erfinder des 4. Hauptsatzes der Thermodynamik: ‚Thermo schreibt man zweimal.“‘
    “Saying that Java is good because it works on all platforms is like saying oral sex is good because it works on all sexes.”
    „Es gibt 10 Sorten von Leuten: Die einen verstehen das Binärsystem, die anderen nicht.“
    „Manche Männer lieben Männer, Manche Frauen eben Frauen; Da gibt's nix zu bedauern und nichts zu staunen; Das ist genau so normal wie Kaugummi kauen; Doch die meisten werden sich das niemals trauen“

  • Ring frei zur nächsten Runde!

    Heute wurde der Drucker an einen momentan eh herumstehenden PC mit gleicher Softwarebasis und Sockel-AM2-Brett mit nativem Parallelport angeschlossen. Der Parallelport wird vom Kernel korrekt konfiguriert und der Drucker über IEEE1284 erkannt. Funktionieren tut er auch an diesem System nicht. Als Fehlermeldung kommt mittlerweile je nach Treiber "Printer not connected. Retrying in 30 seconds" (o.ä.).

    Wechsel der Softwarebasis (Linux) auf Knoppix-7.0.4 (enthält CUPS 1.5.3):
    Damit funktioniert der Drucker sowohl am PCI-Parallelport am eingangs beschriebenen System als auch am nativen Parallelport (s.o.). CUPS erkennt den Drucker offenbar automatisch und bietet dafür im Webinterface zwei fertige Konfigurationen als lokale Drucker an, eine mit dem Gutenprint-Treiber und eine mit dem hplip-Treiber. Beide funktionieren!

    @ thosch97: Damit dürfte klar sein, das der keine Firmware braucht.

    Unter Slackware64 bietet CUPS im Webinterface gar keinen lokalen Drucker an! Na gut, hplip will das ppdev-Kernelmodul haben. Also mal schnell 'nen neuen Kernel mit ppdev-Modul dabei kompiliert und mit diesem Kernel neu gestartet. Jetzt bietet CUPS im Webinterface als lokalen Drucker ganz allgemein "HPLIP" an, aber eine funktionierende Konfiguration kann damit auch nicht erstellt werden.

    Dies sagt mir, dass an irgendeiner Stelle die Kommunikation über den Parallelport nicht funktioniert. Entweder fehlt noch was im Kernel, aber was? Oder CUPS scheitert irgendwie daran. Bei hplip scheint es seit geraumer Zeit normal zu sein, dass das ohne Parallelport-Unterstützung daher kommt. Was für'n Quatsch! Für Parallelport-Unterstützung muss das aus dem SRC neu gebaut werden, wobei zu Beginn ein ./configure --enable-pp-build erforderlich ist. Es ist mir allerdings nicht gelungen, ein lauffähiges hplip aus dem SRC zu bauen. Je nach Version scheitert schon ./configure, weil es libcups nicht findet, obwohl es da ist. Oder der Kram lässt sich kompilieren, schmeißt beim Start im xTerm-Fenster aber 'ne Fehlermeldung. Eigentlich würde mir aber auch Gutenprint reichen, da der Drucker eh keine Sonderfunktionen hat, für die hplip notwendig wäre.

    Obige Diagnose widerspricht sich allerdings mit der Tatsache, dass der HP LaserJet 6L mit gleicher Softwarebasis läuft, wobei mir da bei der Systembeschreibung ein kleiner Fehler unterlaufen ist. Der HP LaserJet 6L hängt nicht an einer Parallelport-PCI-Karte, sondern an einer Parallelport-PCIe x1-Karte.

  • Ich hatte auch meine Probleme mit dem LaserJet 1110 unter Linux via Parallelport, leider kann ich mich nicht mehr an die Details erinnern. Schau, dass du das "lp" Modul im Griff hast - für direkten Zugriff auf den Parallelport darf es nicht geladen sein, für Printing via Kernel hingegen muss es geladen sein.

    Nachtrag: Und versuche auch die von CUPS aufgerufenen Programme mal manuell aufzurufen, dann siehst du evtl. im Output was.

    Einmal editiert, zuletzt von gandro (23. Dezember 2015 um 14:44)

  • Heute Vormittag noch mal die Knoppix reingeschoben und mit lsmod geschaut, was da alles an Parallelport-Geraffel geladen wird.
    Danach die Slackware64 gestartet, und da fehlte doch tatsächlich das lp-Kernelmodul. Neuen Kernel gebacken, durchgestartet, und CUPS erkennt nun automatisch den Drucker. Damit lässt sich dann mittels "Drucker hinzufügen" eine funktionierende Konfiguration mit dem Gutenprint-Treiber erstellen. Der Drucker druckt nun also auch unter Slackware64-14.1!

    Das in der Slackware64-14.1 enthaltene hplip funktioniert hier genauso wenig wie auf dem System mit dem HP LaserJet 6L dran. Damit erhärtet sich der Verdacht, das leider auch in der Slackware64-14.1 wie in vielen anderen aktuellen Distros – das Internet ist voll von Problembeschreibungen über Parallelport-Drucker unter modernen Distros – nur das hplip-Standardkompilat ohne Parallelport-Support enthalten ist.

  • http://hplipopensource.com/hplip-web/tech_docs/overview.html

    Zitat

    HPOJ performs all parallel I/O directly to the hardware port in User Mode. This is problematic with other Linux/Unix platforms. Many kernels do not allow direct communication to the parallel port from User Mode. HPLIP also performs parallel I/O in User Mode, but HPLIP uses the ppdev/parport kernel modules. Which provides kernel management and a better sharing mechanism for other applications.

    Kann sein dass ppdev ebenfalls von Nöten ist.

    Nachtrag: Und für libcups compilieren musst du natürlich auch die Header installiert haben. Debian und Derivate haben das ja in separaten Paketen.

    Einmal editiert, zuletzt von gandro (23. Dezember 2015 um 20:06)


  • Kann sein dass ppdev ebenfalls von Nöten ist.

    Nachtrag: Und für libcups compilieren musst du natürlich auch die Header installiert haben. Debian und Derivate haben das ja in separaten Paketen.

    hplip braucht ppdev, Gutenprint nicht.

    Das Problem mit libcups war, das sie da war, ./configure sie aber nicht finden wollte.

    Da das Primärziel erreicht wurde, ist das Thema für mich durch, zumal weder der LaserJet 1100 noch der LaserJet 6L Funktionen bieten, die sich nur mit dem hlip-Treiber nutzen ließen.

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