Neue Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
[Split] Wiener Kreis, Philosophie und andere Wissenschaften
Blue Offline
uWu

Beiträge: 20.883
Registriert seit: Jul 2008
Beitrag #21
[Split] Wiener Kreis, Philosophie und andere Wissenschaften
also ich fands interressant öö

„Antisemitismus fördern“ Chrisses Signatur, 2020

guckt heino beim zocken zu -> https://www.twitch.tv/h_c0re
22.08.2010 03:37
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
miguel Offline
test

Beiträge: 59
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag #22
[Split] Wiener Kreis, Philosophie und andere Wissenschaften
Eigentlich hätte ich mir viel lieber ne Stellungnahme zu der Frage, ob Sprache unser Weltverständnis - auch in den Naturwissenschaften - formt. Wie gesagt: man muss sich vergegenwärtigen, dass aus der Physik keine neuen Begriffe geschöpft worden sind, sondern dass die Sprache, die in der Antike auch schon von zahnlosen Bauern und stinkenden Viehzüchtern verwendet worden ist offenbar als für Physik ausreichend genommen wird. Innerhalb von Kalkülen gibt es wahrscheinlich Beweisstrukturen, die diese Bauern nicht unbedingt beherrscht haben - aber die Individuation von Phänomenen im neuroalen Rauschen ist bei ihnen die gleiche wie beim Physiker. Der Physiker hat keine neuen Entitäten erfunden/gefunden, er projiziert seine Theorien in eine begriffliche Struktur hinein, die beim Kleinbauern eben die gleiche ist: Raum, Zeit, Energie usw. Physik ist eigentlich kein neues Weltverständnis, sondern bezieht ein vorhandenes Weltverständnis auf gemessene Phänomene.
Ganz offenbar basiert Sprache nicht auf Beobachtung; das Verhältnis ist anders herum. Sprache ist die notwendige Bedingung für Beobachtung (alleine auch, weil eine Beobachtung mehr eine sprachliche als mentale Entität ist). Beobachtungen individuieren neuronales, elektronisches Rauschen als Objekte erst durch Abstraktionsebenen, die basaler sind als die resultierende Beobachtung, die die Beobachtung erst konstituieren - und hier gehört Sprache definitiv dazu.
Weiterhin möchte ich einen Angriff gegen die Absolutheit von Wissenschaft fahren, der aber nicht mehr Bezug nimmt auf die Beteiligung von Philoophie an der Wissenschaftsgeschichte, die aber leider wohl auch mit unwesentlichem Anteil rekonstruiert werden kann.

Naja, du hast nich reagiert; ich weiß ja, dass ich zum Lesen wohl nicht gerade eingeladen habe, und deswegen eigentlich auch die Konsequenzen zu tragen weiß... ;)

Die anderen Erläterungen sind mathematisch mutmaßlich interessant; ich verstehe sie aber nicht, und naja, ich denke ich muss und möchte mich nicht darum bemühen, sie zu verstehen. Du hast gandros "Gesetze der Logik" in ein "die mathematische Logik nach Peano" übersetzt, was meiner Ansicht nach keine gerade sinnvolle Interpretation ist; sie ähnelt bald eher einer Karikatur. Du diskutierst gerade anscheinend die Leistungsfähigkeit der mathematischen Logik in Bezug auf semantische Strukturen; ich finde diese Beschränkung auf mathematische Logik irgendwie ein bischen Stumpf. Logik ist, wie du es besser wissen wirst als ich nicht einfach mathematische Logik. Nehmen wir den Satz doch einfach mal stumpf prädikatenlogisch, wie es gandro wohl am nächsten käme - welche Probleme haben wir dann noch? Eigentlich ist mir die Antwort auf diese Frage egal

Wahrscheinlich sollte ich auch nochmal präzisieren: ich habe mich in meinem Beitrag oben allein auf Peanos arithmetischen Axiome beschränkt, wenn ich von ihm geredet habe.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.08.2010 08:14 von miguel.)
22.08.2010 08:06
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
chessboi Offline
Erfahrener Benutzer

Beiträge: 250
Registriert seit: Jul 2008
Beitrag #23
[Split] Wiener Kreis, Philosophie und andere Wissenschaften
Ich glaube auf was gandro ursprünglich hinauswollte ist, dass man um eine physikalische oder mathematische Erkenntnis zu erlangen, sich zuerst eines Problems bewusst sein muss. Dieses Bewustsein kann eigentlich nur dadurch erlangt werden, indem man sich, bewusst oder unbewusst, sich mit esentiellen Fragen auseinandersetzt, - eben philosophiert. Wenn man als Beispiel die Gravitation nimmt, so muss man sich zuerst die Frage stellen warum nun eben ein Apfel vom Baum runterfallen könnte, bevor die Idee entstehen kann, dass sich Körper gegenseitig anziehen könnten und man schliesslich irgendwelche Formel zu entsprechenden Gesetzten ausarbeiten kann oder die Erklärung zu diesem Phänomen gar mittels Experimente beweisen kann.

Grundlegen sind Physik, Philosophie und Theologie gleich - sie alle versuchen denselben Fragen auf den Grund zu gehen: Warum, wie und wozu existieren wir? Wie und warum sind wir entstanden? Was ist unser Ursprung und was wird unser Ende sein? Alle beschäftigen sich mit dem gleichen, nur eben auf eine andere Art und Weise. Die Physik erforscht das ganze All und versucht so mit ihren Theorien vorallem die Frage nach unserem Ursprung zu klären. Die Theologie hat Modelle nach welcher wir von einer einer höheren Macht stammen, kann diese aber nicht genauer erläutern, was sie auch nicht will, sie nennt sie einfach Gott und kümmert sich lieber darum unserem Sein einen Lebensinhalt, einen Sinn zu geben. Die wahrheitsliebenden Philosophen sind bei der Wahrheitsfindung vorallem darin bestrebt die richtigen Fragen zu stellen. Was an sich ganz banal klingt ist für uns jedoch sogar überlebenswichtig. Wenn wir uns nicht mehr die Frage nach unserer Herkunft und Entstehung stellen, so gibt es für uns keinen Grund mehr weiter das Weltall zu erforschen und irgendwelche Urknalls und Singularitätstheorien aufzustellen. Wenn wir nach keinem Lebensinn mehr suchen, so können wir uns selbst keinen Lebensinhalt mehr geben, ohne Philosophie wird letztendlich auch Moral und Ethik entfallen, ohne Philosophie - ohne unsere alltäglichen Gedanken über das Leben fallen wir zurück in den Status der Primaten, jegliche Technologie und Kultur entfallt und wir sind von der Natur so bedroht wie eine beinahe ausgestorbene Tierart.

Um das Beispiel von Einstein nochmals aufzugreifen: ohne die theologischen Grundfragen hätte er sich wohl nicht so viele Fragen über die Welt gemacht und somit wohl auch kaum die Relativitätstheorie entwickelt. Dadurch wird ihm auch das folgende Zitat zugeschrieben: "Religion ohne Wissenschaft ist blind, Wissenschaft ohne Religion ist lahm." Oder die gleiche Kernaussage aus einer anderen Perspektive: "Die Philosophie ist nicht alles, aber ohne Philosophie ist alles nichts“. (Schopenhauer) (Ich bin nunmal so frei und schmeisse mit der Gleichsetzung der beiden Zitaten die beiden Geisteswissenschaften Philosophie und Religion in den selben Topf.)
24.08.2010 08:30
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Spit Offline
fetter klempner

Beiträge: 26.554
Registriert seit: Jul 2008
Beitrag #24
[Split] Wiener Kreis, Philosophie und andere Wissenschaften
chiaki schrieb:  was hat das mit spit zutun?

äh was?
24.08.2010 08:31
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Neue Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste